Die Zukunft der Arbeit – Teil 1

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Die Arbeitswelt unterliegt einem stetigen Wandel, und die jungen Generationen Y und Z spielen dabei eine entscheidende Rolle. Mit ihren einzigartigen Ansichten, Werten und Erwartungen bringen sie frischen Wind in Unternehmen und verändern die Art und Weise, wie wir arbeiten.

 

 

 

In diesem Blog werden wir uns eingehend mit den Herausforderungen und Chancen auseinandersetzen, die diese Generationen für Unternehmen darstellen. Wir werfen einen Blick auf ihre Präferenzen, Erwartungen und Forderungen am Arbeitsplatz und zeigen auf, wie sich Unternehmen anpassen müssen, um junge Talente anzuziehen und zu halten.
Im ersten Teil erfahren Sie, wie diese Generationen definiert sind und was sie auszeichnet. In Teil zwei ergänzen wir das Thema mit aktuellen Umfragen unter Personalentwicklern und -abteilungen und geben Handlungsempfehlungen zum Umgang mit den Generationen.

Die Zukunft der Arbeit beginnt jetzt, und sie wird von Generation Y und Z gestaltet.

Hype oder Fakt: Sind Gen X, Y und Z nur Modeworte oder tatsächlich relevante Bezeichnungen?

„Die verschiedenen Altersstufen des Menschen halten einander für verschiedene Rassen: Alte haben gewöhnlich vergessen, dass sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, dass sie alt sind, und Junge begreifen nie, dass sie alt werden können.“
(Kurt Tucholski, Der Mensch, Lerne Lachen ohne zu Weinen, 1931)

„Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe“
(Keilschrifttext, Chaldäa, um 2000 v. Chr.)

Nun ja, den Generationenkonflikt gibt also schon lange. Hat es bisher meistens gereicht, von den ‘Jungen’ und den ‘Alten’ zu sprechen, so ist in der sich schnell verändernden Welt eine Differenzierung in nur zwei oder drei Kategorien nicht mehr ausreichend.
In der Soziologie sind daher Begriffe wie “Generation X”, “Generation Y” (auch als “Millennials” bekannt), “Babyboomer” und andere Bezeichnungen zur Kategorisierung von Generationen entstanden. Sie werden verwendet, um die verschiedenen Altersgruppen und Kohorten in der Gesellschaft zu beschreiben.

Diese Begriffe sind hilfreich, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Altersgruppen zu analysieren und zu verstehen, wie historische Ereignisse, technologische Entwicklungen und soziale Veränderungen die Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen von Menschen beeinflussen können.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Kategorisierungen allgemeine Trends beschreiben und individuelle Unterschiede innerhalb jeder Generation nicht vernachlässigen sollten.

Wie sind die Generationen zeitlich definiert?

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Wer sind nun die Generationen Y und Z?

Auch wenn sie vieles gemeinsam haben, es gibt signifikante Unterschiede, die zu kennen es sich lohnt. Noch einmal zur Erinnerung, wir sprechen immer von Kohorten, einzelne Individuen können natürlich ganz andere Wünsche und Vorstellungen haben.

Generation Y (1980 – 2000): Arbeit, Leben und die Suche nach Sinn

Die Generation Y – jung, selbstbewusst und auf der ständigen Suche nach mehr. In der heutigen Arbeitswelt stellen sie Unternehmen vor neue Herausforderungen. Doch was macht diese Generation so einzigartig und faszinierend?

Der Durst nach Feedback und Sinn

Für die Generation Y ist Feedback wie der Sauerstoff der Arbeitswelt. Sie wollen nicht nur Anweisungen befolgen, sondern verstehen, warum sie etwas tun. Die klare Kommunikation von Zielen und Erwartungen ist für sie von entscheidender Bedeutung. Sie sind anspruchsvoll und suchen in ihrer Arbeit nach einem höheren Zweck, nach Sinn und Bedeutung.

Werte und Gemeinschaftssinn

Die Generation Y ist geprägt von einer starken Wertebasis. Sie legen großen Wert auf Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und ethische Prinzipien. Teamarbeit ist für sie selbstverständlich, und sie zeichnen sich durch ihre Fähigkeit aus, in der digitalen Welt hervorragend vernetzt zu sein.

Die Digital Natives

Das Internet gehört für die Generation Y zum täglichen Leben. Sie sind die ersten, die von Kindheit an mit digitalen Medien aufgewachsen sind. Das hat sie zu Meistern der Projektarbeit gemacht, und sie sind oft auch außerhalb ihres Jobs in eigenen Projekten engagiert.

Die Verschmelzung von Arbeit und Leben

Arbeit und Privatleben sind für die Generation Y keine strengen Kategorien mehr. Stattdessen suchen sie nach einer Balance, die sie als “Work-Life-Blend” bezeichnen. Sie möchten private Angelegenheiten während der Arbeitszeit regeln können, sind aber auch bereit, in ihrer Freizeit zu arbeiten, wenn es nötig ist.

Die Grenzen der Generation Y: Zwischen Anpassung und Ansprüchen

Die Digital Natives haben zweifellos die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändert. Sie sind bereit, den Trends zu folgen, aber sie setzen auch klare Grenzen.

Das Maß der eigenen Zielerreichung

Die meisten jungen Menschen sind offen dafür, sich anhand ihrer Zielerreichung messen zu lassen. Doch der direkte Wettbewerb um Aufträge, Kontakte und Ansehen ist für sie oft ein No-Go. Sie bevorzugen Kooperation über Konkurrenz.

Wechselnde Aufgaben und Rollen

Die Generation Y ist flexibel und übernimmt gerne wechselnde Aufgaben und Rollen. Doch wenn es darum geht, ständig mit wechselnden und “fremden” Partnern zusammenzuarbeiten, reagieren viele skeptisch.

Reisen und Flexibilität

Auslandsreisen sind für sie in Ordnung, aber nicht zu oft. Präsenz in der digitalen Welt ist akzeptabel, solange sie nicht jederzeit erreichbar sein müssen oder ihren Arbeitsplatz und -ort ständig wechseln müssen.

Festanstellung vs. Freelancing

Neun von zehn Befragten streben eine unbefristete Festanstellung an. Die romantisierte Vorstellung vom freiheitsliebenden Freelancer ist für die Mehrheit nicht erstrebenswert.

Was erwarten diese jungen Arbeitskräfte von ihren Arbeitgebern?

Die wichtigste Anforderung ist ein angenehmes Arbeitsklima, gefolgt von Arbeitsplatzsicherheit, Work-Life-Balance, persönlicher Entwicklung und attraktiven Arbeitsaufgaben.

Für die Generation Y bedeutet ein “gutes Arbeitsklima” vor allem Fairness und Wertschätzung. Die Identifikation mit dem Arbeitgeber hängt stark von sozialverträglichen Arbeitsbedingungen und der Veränderungsbereitschaft des Unternehmens ab.

Die Generation Y hat klare Vorstellungen von ihrer Arbeitswelt und erwartet, dass Arbeitgeber diese verstehen und respektieren. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anpassungsfähigkeit und persönlichen Ansprüchen ist der Schlüssel zur erfolgreichen Integration dieser talentierten jungen Arbeitskräfte.

Generation Z (1995 – 2010): Zwischen Freiheit und Struktur

Die Jugend von heute, die in den kommenden Jahren den Arbeitsmarkt betreten wird, gehört zur aufregenden Generation Z. Sie sind diejenigen, die in einer Welt aufgewachsen sind, in der digitale Technologien allgegenwärtig sind. Das Internet und Smartphones sind für sie so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen, sowohl auf der Arbeit als auch im Privatleben.

Klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben

Doch im Gegensatz zu den Millennials (Generation Y) zieht die Generation Z wieder klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben. Sie sehnt sich nach festen Strukturen und einer klaren Trennung der Sphären. Das Mitnehmen des Laptops nach Feierabend kommt für sie nicht in Frage.

Selbstverwirklichung wird nicht mehr ausschließlich in der Arbeit gesucht, sondern vor allem in der Freizeit und in sozialen Kontakten. Hier verschwimmt die Grenze zwischen der virtuellen und der realen Welt, und der Austausch mit Gleichgesinnten findet kontinuierlich statt.

Individuelle Entfaltung – und Unsicherheit

Diese Veränderungen spiegeln sich auch in den Werten der Generation Z wider. Sie streben nach individueller Entfaltung, während sie sich gleichzeitig der Unsicherheit ihrer Zukunft bewusst sind. Der Wohlstand ihrer Elterngeneration bleibt für viele von ihnen unerreichbar, aber sie haben die Möglichkeit, sich in vielfältige Richtungen zu entwickeln. Dies führt oft zu Ratlosigkeit und einem intensiven Ausprobieren verschiedener Wege.

Wenig Illusionen

Da diese Generation noch neu auf dem Arbeitsmarkt ist und ihr Einfluss erst allmählich sichtbar wird, lassen sich noch keine eindeutigen Merkmale ableiten. Doch eines ist klar: Ihr Blick auf die Arbeitswelt wird von den Erfahrungen der Wirtschafts- und Finanzkrise geprägt. Sie haben keine Illusionen darüber, dass das Erwerbsleben auch seine Ungerechtigkeiten mit sich bringen kann.

Sehnsucht nach Strukturen

Die Generation Z sehnt sich nach Struktur und klaren Vorgaben. Sie bevorzugen feste Arbeitszeiten, idealerweise von neun bis siebzehn Uhr. Im Gegensatz zur Generation Y, die bei ihrem Berufseinstieg hochmotiviert war und an die Belohnung von Leistung und Loyalität glaubte, sind die Vertreter der Generation Z vorsichtiger geworden. Sie erkennen, dass Karrierechancen relativ sind und in einem Burnout enden können. Der Job ist für sie ein Mittel zum Zweck und keine Selbstverwirklichung.

Transaktionaler Führungsstil

Die Generation Z bevorzugt einen transaktionalen Führungsstil – klare Ziele und klare Vereinbarungen stehen im Mittelpunkt. Unternehmen werden nicht umhinkommen, sich auf diese Vorstellungen von Arbeit einzustellen, denn die demografische Macht steht auf Seiten der Generation Z. Sie wird die Arbeitswelt verändern und für mehr Mitarbeiterfreundlichkeit und Lebensqualität sorgen, als wir es derzeit oft erleben.

Selbstbewusstsein und Erwartungen

Sie sind geprägt von anderen Erwartungen, einer anderen Weltsicht und anderen Wertvorstellungen. Sie sind in einer Welt aufgewachsen, in der sie im Mittelpunkt standen, in Entscheidungen einbezogen wurden und Selbstbewusstsein gefördert wurde. Diese Erwartungen spiegeln sich auch im Jugendmarketing wider.

Bedeutungsverlust des Arbeitgebers

Die Generation Z strebt nach Unabhängigkeit und geht neugierig und offen, unter Nutzung aller technischen Möglichkeiten, auf ihr Arbeitsleben zu. Sie sucht nach einem optimalen Mix aus Arbeit und Freizeit, während der Arbeitgeber in ihrem Leben an Bedeutung verliert, was teilweise auf den Wandel in der Arbeitswelt zurückzuführen ist.

Leistung und Motivation

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die neue Generation weniger leistungsbereit ist. Sie benötigt lediglich eine andere Form der Motivation. Umfragen zeigen, dass für die Generation Z nicht das Gehalt oder der Status, der mit der Arbeitsstelle verbunden ist, im Vordergrund stehen. Stattdessen legen sie Wert auf Selbstverwirklichung, Spaß an ihrer Tätigkeit, ein angenehmes Arbeitsklima und ein passendes Arbeitsumfeld.

Generation Z – Neue Werte und Erwartungen

Trotz einiger Kontinuitäten in den grundlegenden Werten, die von früheren Generationen übernommen wurden, sind klare Trends zu erkennen, die die Vorstellungen und Erwartungen dieser Generation prägen. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf diese spannenden Entwicklungen.

Wunsch nach freier Entfaltung und dennoch unbefristete Verträge

Die Generation Z strebt nach Freiheit und Selbstverwirklichung in ihrer Arbeit, doch sie erwartet auch Sicherheit. Im Gegensatz zu früheren Generationen suchen sie zunehmend nach unbefristeten Verträgen, um ihre Zukunft besser planen zu können.

Große Sorgen in Bezug auf die eigene Zukunft

Die Unsicherheiten der heutigen Welt, sei es in Bezug auf wirtschaftliche Herausforderungen oder globale Krisen, hinterlassen tiefe Sorgen bei der Generation Z. Sie ist sich bewusst, dass die Welt komplexer geworden ist, und das spiegelt sich in ihren Zukunftsängsten wider.

Immer weniger Identifikation mit bekannten Managern

Traditionelle Vorbilder wie Steve Jobs, Elon Musk oder Jeff Bezos verlieren für die Generation Z an Relevanz. Sie suchen nach neuen, authentischeren Identifikationsfiguren, die ihre Werte und Ziele widerspiegeln.

Wunsch nach Flexibilität und Wechselhaftigkeit in der Arbeitswelt

Die Vorstellung von einem festen Arbeitsplatz und monotonen Tagesabläufen verblasst. Die Generation Z schätzt Flexibilität und Abwechslung in der Arbeitswelt und ist offen für neue Herausforderungen.
Schlagworte wie Work-Life-Balance oder Familienfreundlichkeit finden weniger Gehör

Obwohl viele Arbeitgeber diese Schlagworte nutzen, um Talente anzulocken, sind viele junge Arbeitnehmer skeptisch geworden. Sie glauben erst, was sie sehen, und erwarten von ihren Arbeitgebern konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Work-Life-Balance.

Führungsverantwortung wird unattraktiver

Immer mehr Mitglieder der Generation Z bevorzugen Freizeit gegenüber Führungspositionen. Die Balance zwischen Arbeit und Leben steht im Vordergrund.

Die Arbeitgebermarke gewinnt an Bedeutung

Die Reputation eines Arbeitgebers ist für die Generation Z von entscheidender Bedeutung. Online-Bewertungen, Tests, Vergleiche und Rankings beeinflussen ihre Wahl eines Arbeitgebers erheblich.

Die Digitalisierung gehört zum Berufsalltag

Für die Generation Z ist die Digitalisierung nicht nur ein Trend, sondern eine Selbstverständlichkeit. Sie erwartet den Einsatz moderner Technologien und sieht Einschränkungen wie ein Social Media-Verbot in der Ausbildung als No-Go an.

Feste Arbeitsplatzzuweisung wird in Frage gestellt

Die starre Vorstellung von einem festen Schreibtisch im Büro wird von dieser Generation, übrigens gestützt von Arbeitsmarktforschern, vermehrt hinterfragt. Home-Office und Office-Sharing sind keine vorübergehenden Modeerscheinungen, sondern feste Bestandteile der Arbeitswelt.

War of Talents

In einer Zeit des rasanten Wandels und der sich verändernden Arbeitskultur ist es entscheidend, die Bedürfnisse und Erwartungen der Generation Z zu verstehen. Diese jungen Talente bringen frische Perspektiven und neue Dynamik in die Arbeitswelt, und es liegt an den Arbeitgebern, sich anzupassen und eine Umgebung zu schaffen, die ihren Werten und Ansichten gerecht wird.

Hier geht weiter zu Teil 2 Aktuelles. Heute: Vor lauter Change keine Chance mehr?


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